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Bärlauch
(Allium ursini) |
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Pflanze
der Monate April /Mai
Die „Frühlingskraft“ der heimischen Natur!
„Allium“ stammt aus dem Lateinischen und heißt „der Lauch“, „ursini“
heißt „des Bären“
Seinen Namen hat der „Bärlauch“ allerdings nicht vom Bären, sondern
vielmehr von seiner Anwendung als Wehenmittel zum Gebären in früheren
Zeiten. Dioscorides sagt: „Er treibt die Monzeit der Frauen und so er in
Meerwasser gesotten wird, eröffnet er die verschlossene Bärmutter, wenn die
Frauen darin sitzen und sich bähen.“ So ist es uns geschichtlich überliefert.
Der Knoblauchduft ist sein Markenzeichen und lässt deshalb keine Verwechslung
mit dem giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen zu. Also: immer
riechen und auf das Blatt schauen! Vom zeitigen Frühjahr bis Ende Mai steht
uns der „Bärlauch“ zur Verfügung. Geerntet werden die Blätter, der Stängel,
die Knospen, manchmal auch die Blüten. Die Knolle, eine kleine Zwiebel,
sollte verschont werden, damit sie im nächsten Jahr wieder austreiben kann!
Es gibt kein zweites Kraut in unserer Region, das für den ganzen Körper im
Frühjahr so wirksam ist wie der Bärlauch. Im Verbund mit der Bachkresse
(Bachkresse immer esse), Brennnessel (schafft Kraft und gibt vielerlei
Lebenssaft), Löwenzahn und Gundermann (regen alle Drüsen an) steht uns ein
„Allheilmittel“ in der Frühjahrskur zur Verfügung. Kräuterpfarrer Künzle
sagt in seinem Buch „Chrut und Unchrut“ über den Bärlauch: „Er reinigt
den ganzen Leib, treibt kranke, verhockte Stoffe aus, macht gesundes Blut und
vertreibt und tötet giftige Stoffe.“ Diese Aussagen sind wissenschaftlich belegt.
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Deshalb jetzt noch mehr Wissenswerts, ohne Alles sagen zu wollen, über den Bärlauch,
der mit all seinen Inhalts- und Wirkstoffen für den Erhalt und Wiedergewinn
der Gesundheit ein ganz besonderes Geschenk Gottes darstellt. |
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Er hat einen ca. 20-fach höheren Adenosingehalt als Bruder Knoblauch. Sein
Wachstum in „freier Wildbahn“, auf ungedüngtem und ungespritztem Boden,
gibt ihm die Urkraft der ungeschädigten Natur.
Adenosin hat die Eigenschaften von Vitamin A, C und Selen zusammen.
Der Bärlauch senkt erhöhten Blutdruck und normalisiert niedrigen.
Die Wirkungen auf Magen, Darm und die Darmflora sind nicht hoch genug zu
bewerten. Er heilt die krankhafte Darmflora, tötet nur die Pilze ab, die
nicht in das Mikroleben des Darmes gehören. Selbst der hartnäckige und gefährliche
Pilz „Candida albicans“ hat gegen „Bärlauch“ keine Chance. Nützliche,
notwendige Pilzstämme, die z.B. für den Körper die wichtigen B-Vitamine
erzeugen, lässt er ungeschoren, stärkt sie.
Jede Darmbehandlung mit Penicillin oder Sulfonamiden bedarf der Nachbehandlung
(frisch oder als Frischblatt-Granulat) mit Bärlauch, damit das gestörte Verhältnis
der Darmflora wieder hergestellt wird, denn die allgemeine Therapie gegen
Darmpilze soll stark nicht nur die krankmachende, sondern auch die gesunde
Pilzwelt angreifen.
1/10.000 Gramm Allicin entspricht der Heilkraft wie 25 Einheiten Penicillin.
Bereits eine amerikanische Studie aus dem Jahre 1944 hat das Allicin als natürliche
antibiotische Substanz ausgewiesen.
Weitere Inhaltsstoffe der Blätter sind vor allem ätherisches Öl, bestehend
ausVinylsulfid, Alliin, Mercaptan, Jod und Mineralsalzen, soweit überhaupt
erforscht. Er steigert die Durchströmgeschwindigkeit des Blutes um
nachweislich ca. 30%.
Durch das hohe Adenosin werden die kleinsten und entlegensten Gefäße
erweitert. Das wirkt sich auf die Durchblutung und dadurch auf das Herz- und
Kreislaufgeschehen wohltuend aus.
Bärlauch besitzt die Eigenschaften von
Knoblauch – periphere Durchblutung
Gingko biloba – Gehirndurchblutung
Echinacea – Belebung und Stärkung des Immunsystems
Er verhindert die Verklebung der roten Blutkörperchen. |
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Er enthält ca. 30% mehr schwefelhaltige Substanzen als Knoblauch. Dadurch
werden die Cholesterine reguliert und können nicht ranzig werden. Wird
Cholesterin ranzig, lagert es sich an den Gefäßen ab. Die Fresszellen
fressen es heraus, dabei entstehen Geschwüre in den Gefäßen. Die
Fresszellen platzen und verkleben die Gefäße.
Bärlauch senkt die Blutfette.
Er weckt das Sexualverlangen bei Mann und Frau, ist stark vitalisierend.
Bärlauch ist bei der natürlichen Behandlung von Hautunreinheiten, Akne,
Ekzemen und anderen Ausschlägen ein bewährtes Mittel. Er entschleimt, ist lösend
und auswurffördernd. Die Wirkung auf die Atemwege ist beruhigend, der Appetit
wird angeregt, Schwächezustände werden gelindert. Weitergehend ist er
wassertreibend und gibt dem Stuhl das notwendige Darmvolumen.
Er befreit den Körper von Umweltgiften, so z.B. von Blei.
Durch das frische Blattgrün des Bärlauchs und anderer Wildpflanzen, z.B.
Brennnessel, wird das Chlorophyll als „Pflanzenblut“, mit der
Sonnenenergie geladen, pur zur Stärkung aller Stoffwechselvorgänge und der
Zellkraft aufgenommen.
Bei der Frühjahrskur ist Bärlauch das Mittel erster Güte. Dabei bitte das
Trinken von mindestens 3 Liter natürlichem Quellwasser, Kräutertees usw.
nicht vergessen!
Bärlauch in Form von Pesto nach eigenen Geschmacksvarianten (z. B. Gewürze,
gemahlene Kerne, Nüsse, Parmesankäse oder andere Kräuter zugeben) in Essig
oder Öl einlegen und so für das ganze Jahr „Gesundheitsvorrat“ schaffen.
© Eberhard Glänzer
Spessart Akademie
für gesundes Leben
und naturheilkundliche Information
www.spessart-akademie.de
P.S. Durch den freundlichen Hinweis eines Lesers unserer Homepage konnten wir
zur Vermeidung von Irritationen in diesem Artikel einige Ausführungen verständlicher
gestalten. Wir bedanken uns dafür ganz herzlich und bitten unsere Leser, sich
bei Auskünften und Rückfragen vertrauensvoll an uns zu wenden. Wichtiger
Hinweis: Die in den Pflanzenportraits und auf den Kräuterführungen
vorgestellten Heilwirkungen der einzelnen Pflanzen sollen Ihnen einen Überblick
über deren wissenschaftlich belegte oder volksheilkundlich überlieferte
Verwendungen bei Erkrankungen geben. Dies ersetzt auf keinen Fall die Beratung
und Betreuung durch einen Arzt. Es wird dringend empfohlen, die Behandlung mit
Heilkräutern immer mit einem Arzt abzusprechen. Wir übernehmen für
eventuelle Schäden oder Nachteile keine Haftung.
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